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Low-Carb – Sinn oder Unsinn?

Aktualisiert: 10. Apr. 2022

Rascher Gewichtsverlust durch stark eingeschränkte Kohlenhydrat Zufuhr. So lautet das Versprechen der Low-Carb-Ernährung. Doch ist das gesund?



Laut der aktuellen Studienlage können Abnehmwillige mit einer Low-Carb-Diät in den erste 6 Monaten schneller und mehr Gewicht verlieren als mit anderen Diät-Formen, aber fast nie langfristig. Genau wie bei anderen Diäten schlägt auch hier nach ca. 6 Monaten der Jo-Jo-Effekt zu.


Bei der Low-Carb-Diät isst man weniger kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Teigwaren, Reis oder Kartoffeln, und dafür mehr Proteine und Fett. Ziel ist es, den Körper zur Fettverbrennung zu zwingen, und so Fettreserven schmelzen zu lassen.

Verzichtet man über längere Zeit auf Kohlenhydrate, wechselt der Körper vom normalen Stoffwechsel in den «künstlichen Hungerzustand». Wie beim Fasten muss der Körper nun Fettreserven abbauen und nutzt diese als Energielieferanten. Dafür muss er die Fette allerdings in Ketonkörper umwandeln. Deshalb spricht man auch von einer ketogenen Diät.


Die Energiezufuhr sollte immer den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Keinesfalls sollten wir ganz auf Kohlenhydrate verzichten. Sie sind für den Körper nämlich unverzichtbar. So ist z.B. Glucose (Traubenzucker) die einzige Energiequelle für unser Gehirn und die roten Blutkörperchen. Zudem liefern uns stärkehaltige Lebensmittel wie Getreide und Hülsenfrüchte nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch wichtige Vitamine, Mineralien und oft auch Ballaststoffe.

Auf Dauer kann diese ketogene Ernährung aufgrund der erhöhten Zufuhr von Proteinen und Fetten die Leber und Nieren belasten und zu Gallen- oder Nierensteinen führen.


Eine wie mit der Low-Carb-Diät erzielte Gewichtsreduktion lässt sich auch mit einer nachhaltigen Ernährungsumstellung erreichen. Ausserdem ist eine streng ketogene Ernährung nicht ausgewogen und sehr restriktiv.


Setzen Sie besser auf Slow-Carb statt auf Low-Carb, also kohlenhydratreiche Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index wie z.B. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Gemüse.


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